Der Sektor der Kindermode und Kinderfürsorgeartikel kann eine bemerkenswerte Umsatzsteigerung auf fast eine Milliarde Euro vermerken; hiervon bestreitet der Export einen Anteil von 26,25%.
Die Verkaufszahlen stiegen auf dem spanischen Binnenmarkt um 5,62% und auf den internationalen Märkten um 8,38%. Dieser Vergleich gibt wieder, wie der Sektor auf Internationalisierung setzt.
Nach wie vor ist die Europäische Gemeinschaft der Hauptbestimmungsort der spanischen Kinderprodukte, doch die Exporte nach Asien und in den Nahen Osten haben deutlich zugenommen.
Gemäß den neuesten von ASEPRI (Spanische Verband von Herstellern von Produkten für die Kindheit) vorgelegten Zahlen des Geschäftsjahres 2009 steigerten die Kindermode und die Kinderfürsorgeartikel aus Spanien ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr 2008 um 6,33%. Diese Zahlen stellen eine positive Bilanz des Sektors dar und belegen außerdem seine Widerstandskraft gegen die gegenwärtige Konjunktursituation.
ASEPRI vereint die wichtigsten Unternehmen in den Sektoren der Kindermode und Kinderfürsorgeartikel und 184 angeschlossene Unternehmen und zählt über 300 Marken. ASEPRI schloss das Geschäftsjahr 2009 mit einem Umsatz von über 989 Millionen Euro. Hiermit setzt sich das anhaltende Wachstum der letzten Jahre fort.
Auf dem spanischen Binnenmarkt beläuft sich der Umsatz des Geschäftsjahres 2009 auf 729 880 587 Euro, was einem Wachstum von 5,62% entspricht. Der Export bildet heute 26,25% des Gesamtumsatzes; mit 259 840 876 Euro ist ein Zuwachs um 8,38% gegenüber 2008 zu verzeichnen.
Vicente Mompó, der Präsident von ASEPRI, führte die guten Ergebnisse des Sektors auf die Qualität der Kinderartikel der spanischen Marken zurück, die nach wie vor im In- und Ausland Maßstäbe setzen. Nach seiner Ansicht machen „Internationalisierung, Sicherheit, Design, Qualität und Innovation der spanischen Marken den Unterschied aus und sichern ihnen eine Führungsrolle und gute Ergebnisse”.
Außerdem verglich Mompó die Umsatzzahlen mit den Ergebnissen des Vorjahres 2008. Trotz des etwas stärkeren Wachstums im Geschäftsjahr 2008 (7,4% gegenüber 6,33% im Jahr 2009) hob er hervor, dass „die Bilanz nach wie vor positiv ist, denn die Firmen konnten trotz der Wirtschaftskrise weiter wachsen und ernteten die Früchte ihrer Anstrengungen in der Internationalisierung, die heute bereits jeden vierten Umsatzeuro einbringt.”
In diesem Sinne ist hervorzuheben, dass 69,5% der Unternehmen des Sektors im Durchschnitt in fünf bis sechs Ländern verkaufen. Weiterhin ist die Europäische Gemeinschaft der wichtigste Markt für die spanischen Kinderprodukte; Italien, Portugal, Vereinigte Königreich und Frankreich führen die Liste der Kundenländer an. In der Tat führten 96,9% aller Unternehmen, die im Jahr 2009 Exporte bestritten, ihre Erzeugnisse in die Europäische Gemeinschaft aus.
Gleichzeitig ist ein neuer Trend zum Export in asiatische Länder festzustellen (19,8% der Exportunternehmen führen in diese Region aus). Ähnliches gilt für den Nahen Osten, dessen Exportanteil von 13,4% im Jahr 2008 auf 23% für 2009 anstieg.
In den Sektoren, die unter dem Dach von ASEPRI vereint sind, hält die Tendenz von 2008 an, nach der die Kindermode 63% des Gesamtumsatzes bestreitet; auf die Kinderfürsorgeartikel entfallen 30%. Den aktuellen Zahlen ist aber auch zu entnehmen, dass die Kinderfürsorgeartikel aus Spanien verglichen mit 2008 im Verkauf an Gewicht zugenommen haben.
Mit einem Anteil von 50,3% am Umsatz der Kindermodefirmen bildet die Oberbekleidung für Babys und Kinder die wichtigste Produktkategorie. Was die Kinderfürsorgeartikel betrifft, spielen leichte und nicht bewegliche Produkte eine herausragende Rolle, wie etwa Artikel in Verbindung mit Sicherheit, Ernährung, Hygiene sowie Wiegen, Hängematten, Kinderstühle und allgemeines Mobiliar für Kinder. Diese Produkte bilden 70% des Umsatzes der Kategorie.
Die führenden Exportländer für Kindermode sind Italien, Portugal, Vereinigte Königreich, Frankreich, Griechenland, Mexiko, Vereinigten Staaten, Deutschland, Vereinigte Arabische Emirate, Russland und Irland. Im Sektor der Kinderfürsorgeartikel konnten sich neben Portugal, Italien, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Vereinigte Königreich, Luxemburg und Mexiko auch neue Länder wie Indien und Dänemark unter den Top Ten platzieren.
AUSSICHTEN FÜR 2010
Die ASEPRI-Umsatzstudie gibt auch die Wachstumsperspektiven für 2010 wieder. Hier ist hervorzuheben, dass die Wahrnehmung der Entwicklung des Sektors für das gegenwärtige Jahr von den guten Aussichten im internationalen Verkauf geprägt ist: Das erwartete Wachstum von 9,5% liegt über dem Doppelten des Inlandswertes von 4,4%.
Unter den Firmen des Sektors glauben 47% an ein Wachstum, während 39% erwarten, ihre Position zu behaupten. Nur 14% erwarten einen Rückgang.
Dank der unschätzbar wertvollen Hilfe von ICEX, IVEX, IMPIVA und anderen Organen der autonomen Regionen Spaniens zur Regionalentwicklung und internationalen Förderung kann ASEPRI weiterhin die Internationalisierung der Unternehmen im Sektor der Kinderartikel verfolgen.
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07.05.2010